Linsenteleskop: Funktionsweise und Tipps zum Kauf

Mit dem Linsenteleskop lassen sich besonders gut Himmelsbewegungen beobachten. Vor allem Neulinge finden mit einem Refraktor einen guten Einstieg in die Astronomie. Wir erklären, wie es aufgebaut ist, wo die Unterschiede zum Spiegelteleskop liegen und worauf Sie achten müssen, wenn Sie ein Linsenteleskop kaufen möchten.

Wie ist ein Linsenteleskop aufgebaut?

Ein klassisches Linsenteleskop besteht aus dem Grundkörper (Tubus) und dem Stativ. Der Grundkörper verfügt über ein Objektiv, welches je nach Durchmesser unterschiedlich gute Ergebnisse liefert. Außerdem wirkt sich der Durchmesser des Objekts auf die Lichtempfindlichkeit des Teleskops aus. Sollen Doppelsterne und weit entferne Objekte beobachtet werden, ist außerdem eine hohe Trennschärfe wichtig.

Für wen sind Linsen Teleskope geeignet?

Linsenteleskope eignen sich für Anfänger und Profis. Moderne Refraktoren fangen das Himmelszelt optimal ein und bieten eine gute Sicht auf die Himmelsbewegungen. Sie eignen sich für Menschen, die den Nachthimmel beobachten möchten, ohne viel Geld auszugeben. Allerdings gibt es natürlich auch hochpreisige Linsenteleskope. Diese werden hauptsächlich von professionellen Astronomen eingesetzt und verfügen über praktische Zusatzfunktionen, die der Laie nicht zwingend benötigt.
Linsenteleskope eignen sich vor allem für Kinder und Jugendliche, die sich ein erstes Teleskop kaufen möchten. Aufgrund der Bündelung über die Linse fallen die Kosten für den Spiegel weg, wodurch das Linsenteleskop oftmals günstiger erhältlich ist. Sowohl Linsenteleskop als auch Spiegelteleskop sind eine gute Wahl. Zwischen beiden Varianten gibt es allerdings mitunter große Unterschiede.

Unterschiede zum Spiegelteleskop

Linsenteleskope sind Refraktoren, während Spiegelteleskope Reflektoren sind. Die beiden Varianten unterscheiden sich anhand ihrer Bauweise und des Preises. Das Linsenteleskop besteht zumeist aus Objektiv und Okular und ist das erste Teleskop, das vor rund 400 Jahren entwickelt wurden. Auf der Basis des Linsenteleskops wurde das Spiegelteleskop entwickelt. Das Linsenteleskop funktioniert so: bei der Verwendung wird das Licht im Brennpunkt gebündelt und erzeugt eine Abbildung des beobachteten Motivs. Mithilfe des Okulars wird die Abbildung vergrößert, damit sie anschließend betrachtet werden kann. Moderne Linsenteleskope bestehen aus mehreren Linsen, die wiederum aus verschiedenen Glassorten gefertigt sind. Dadurch wird ein farbreines Bild erzeugt. Beim Spiegelteleskop kommt dagegen ein gekrümmter Spiegel als Objekt für die Lichtbündelung zum Einsatz. Eine beliebte Variante ist das Newton-Teleskop, welches besonders viel Licht sammelt und es über den parabolisch geschlossenen Hauptspiegel weiterleitet.
Das catadiotrische Teleskop ist eine dritte Variante, die eine Kombination aus Linsenteleskop und Spiegelteleskop darstellt. Kostspieliger als ein klassisches Spiegelteleskop, sind diese Modelle vor allem für den Profi geeignet. Doch auch Laien können bei der Wahl eines hochwertigen Linsen-, Spiegel- oder catadiotrisches Teleskop nichts falsch machen.

Linsenteleskop kaufen: darum lohnt es sich

Das Linsenteleskop reflektiert nicht und verursacht kein Streulicht. Außerdem ist der Lichtverlust marginal. Die einfache Bedienung erleichtert den Einstieg, wenn die Krater auf dem Mond die Polkappen vom Mars betrachtet werden sollen. Leistungsfähige Modelle fangen auch die Jupiter-Monde und die Ringe des Saturn ein. Darum eignet es sich vor allem für Anfänger, die ohne große Vorkenntnisse Mond und Sterne beobachten möchten. Was ebenfalls für den Kauf eines Linsenteleskops spricht: zukünftige Astronomen benötigen keine Justange, sondern können direkt loslegen. Der Transport von größeren Geräten kann sich allerdings als aufwendig gestalten. Linsenteleskope sind gute Einstiegsteleskope, die viele Vorteile, aber auch einige Nachteile wie die chromatische Aberration bieten.

Die meisten Linsenteleskope werden mit einer sogenannten Barlow-Linse ausgeliefert. Mit dieser kann die maximale Vergrößerung des Teleskops verdoppelt oder sogar verdreifacht werden.

Ein Objektiv mit 70 Millimeter Durchmesser ermöglicht eine etwa 140-fache Vergrößerung. Je größer der Durchmesser, desto weiter entfernte Objekte lassen sich durch das Teleskop betrachten. Mit dem Durchmesser steigt allerdings auch die Größe des Linsenteleskops und damit der Preis. Generell sollte nicht das günstigste Linsenteleskop erworben werden. Hochwertige Modelle sind ab 100 Euro erhältlich und bieten einen guten Blick auf den Himmel.