Teleskope für Einsteiger

Welches Teleskop ist für Einsteiger geeignet – Was sollte ich beachten?

Vielleicht hast du schon seit Kindertagen eine Faszination für den Sternenhimmel und warst ein staunender Beobachter der Himmelskörper, die du mit bloßem Auge sehen konntest. Vielleicht hast du später mit Opernglas, Fernglas oder Feldstecher weitere Beobachtungen bestaunt. Möglicherweise bist du bereits im Besitz einer drehbaren Sternscheibe und hast mit einem astronomischen Jahrbuch schon viele Bewegungen am Himmel wahrgenommen.
Dann ist für dich als begeisterter Hobby-Astronom die Anschaffung eines Teleskops wie das Tüpfelchen auf dem I. Mit einem Schlag erhältst du Möglichkeiten, mit denen du –fast- nach den Sternen greifen kannst.

Was kann mit einem Einsteiger Teleskop beobachtet werden?

Bevor du dir ein Teleskop zulegst, hast du vielleicht schon Überlegungen angestellt, was du lieber beobachten möchtest. Bevorzugst du Mond und andere Planeten oder sind dir Galaxien und Sternenhaufen wichtiger? Das könnte beim Kauf entscheidend sein. Wichtig zu wissen: Auch Einsteigerteleskope haben eine Menge zu bieten und du kannst mit ihnen auf jeden Fall deine Vorlieben besser kennen lernen.

Omegon Teleskop N 76/700 AZ-1

Egal, ob du dem Schein fernster Galaxien nachjagen oder…

…die Sternhaufen in unserer Milchstraße bewundern willst, mit dem Einsteigerteleskop beginnt deine faszinierende Reise in die Unendlichkeit. Jetzt werden Krater und Gebirge auf dem Mond -je nach Größe der Teleskopöffnung- immer detaillierter sichtbar.
Bei den Planeten kommen Jupiter, Venus und Saturn zum Vorschein. Sogar Uranus und Neptun werden sichtbar und der Mars zeigt sich -bei stetiger Vergrößerung der Öffnung- mit immer mehr Einzelheiten. Bereits eine Teleskopöffnung von 50 mm zeigt dir die größten Gasnebel und einige Galaxien; später können planetarische Nebel sehr gut in Form und Struktur unterschieden werden. Auch offene Sternenhaufen kannst du erkennen; Kugelsternhaufen zeigen sich als Nebelwölkchen. Mit immer größer werdender Öffnung sind feinere Sterne im Inneren zu erkennen, beim Kugelsternhaufen werden erste Randsterne schwach sichtbar bis hin zur Auflösung der Sternenhaufen, bei der auch jeder einzelne Stern zu sehen ist.
Was ist denn nun das passende Einstiegsgerät für mich? fragst du dich.
Eines vorweg: Es gibt an zahlreichen Verkaufsstellen günstige Angebote. In einem Fachgeschäft mag alles etwas teurer sein, jedoch lohnt sich die Entscheidung, hier zu kaufen. Zum einen ist die Qualität des Zubehörs deutlich besser, zum anderen gibt es eine ausführliche Beratung. Hier kannst du deine Wünsche, Vorstellungen und Fragen vortragen und man wird dir die passenden Geräte vorführen.
Für den Anfänger werden drei Arten von Teleskopen empfohlen.

Unsere Empfehlungen für Einsteiger

Spiegelteleskop bis 100€


Omegon Teleskop N 76/700 AZ-1

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Spiegelteleskop <100€


Omegon Teleskop N 130/920 EQ-2

Linsenteleskop bis 100€


Omegon Teleskop AC 60/700 AZ-1

Linsenteleskop <100€


Meade Teleskop AC 90/900 Polaris EQ

Was soll mein Einsteigerteleskop leisten?

Die eine Möglichkeit ist das Spiegelteleskop nach Newton, auch als Reflektor bezeichnet. Es hat eine 114 mm Öffnung mit einer Brennweite von 900 mm. Mit ihm lassen sich viele Details an einzelnen Planeten beobachten. Auch eine Anzahl an Nebeln ist schwach erkennbar. Für Deep Sky Objekte ist es durch sein großes Lichtsammelvermögen bestens geeignet.

Das Linsenteleskop, auch Refraktor genannt, eignet sich gut für das Beobachten von Planeten, kann jedoch mit seiner kleineren Öffnung von 70 -90 mm nur so viel Licht sammeln, dass wenige Nebel zu sehen sind. Insgesamt hat es ein scharfes, kontrastreiches Bild und muss sich nicht an Temperaturen draußen anpassen. Allerdings liefert es leichte Farbfehler, die aber korrigiert werden können. Es eignet sich gut für Beobachtungen in der Stadt, wo es nachts nie komplett dunkel ist.
Dritte Möglichkeit ist das Dobson Teleskop, das mit seiner Öffnungsgröße -in der Regel ab 150 mm- ein wenig von den anderen absticht. Mit ihm ist deutlich mehr zu erkennen.

Was ist bei einem Einsteiger Teleskop besonders wichtig?

Für den Einsteiger sind zunächst zwei Dinge von Bedeutung: die Qualität der Optik und die Stabilität der Montierung. Für die Optik gilt: Je größer die Öffnung, desto größer das Auflösungsvermögen. Empfehlung für Einsteiger sind Öffnungen von 70 -90 mm beim Linsenteleskop, beim Spiegelteleskop 114 mm, wie es in den obigen Beispielen schon beschrieben ist. Mit zusätzlichen Okularen kannst du verschiedene Vergrößerungen erreichen. Die Brennweite mag für dich als Anfänger noch nicht so wichtig sein. Hier gilt: Mit zunehmender Brennweite nimmt der Vergrößerungsfaktor zu. Aber diese Vergrößerung macht nur dann Sinn, wenn auch die Öffnung entsprechend ist. Sonst werden die Bilder unscharf. Also verzichte lieber für den Anfang auf große Brennweiten. Wichtig ist auch das Stativ. Es sollte nicht aus Plastik sein; hier besteht die Gefahr, dass es wackelt und du unscharfe Bilder bekommst oder dein anvisiertes Objekt wieder aus den Augen verlierst. Ein Aluminium-Stativ ist da die bessere Wahl.

Welche Montierung ist die richtige für mich?

Auch die Art der Montierung kann von Bedeutung sein. Die Parallaktische Montierung braucht nur eine Ausrichtung. Die Azimutale Montierung wie beim Dobson Teleskop muss horizontal und vertikal ausgerichtet werden. Für den Anfänger könnte dabei die Handhabung schwierig sein. Teleskope mit dieser Montierung sind aber preislich oft günstiger.  Schließlich sollte für dich für den Anfang das Teleskop leicht zu tragen und aufzustellen sein.
Wenn du dich in Fachgeschäften nach Teleskopen umschaust, die für Einsteiger empfohlen werden, wirst du auf Produkte stoßen, die zum einen in ihrem Lieferumfang alles an Zubehör enthalten, was du für deine Beobachtung brauchst. Das heißt, dass meistens gleich ein oder zwei Okulare mitgeliefert werden. Zum anderen ist der Aufbau deines Gerätes so konzipiert, dass du mit einer überschaubaren Bedienungsanleitung nur wenige Minuten brauchst.
Und dann kann sie losgehen, deine faszinierende Reise durch das Weltall!